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Linux Erfahrung

Linux & Ivonne das sind mittlerweile 2 (fast) nicht mehr trennbare Komponenten. Während der Zeit meiner Umschulung zur IT-Systemkauffrau wurde ich in meinem damaligen Praktikumsbetrieb (Juli 2000) das erste Mal auf Linux aufmerksam. Da stand ein Rechner, auf dem Linux (Suse 6.2) lief. Der Linux-Rechner war für mich etwas Besonderes: Er hatte ein für mich, bisher fremdes Betriebssystem. Ich hatte damals Glück, denn das Unternehmen hatte einen neuen Standort bezogen. Das Windows-Netzwerk, mit seinem NT4 Server samt Clients durfte ich frisch aufsetzen. Somit durfte ich (sofort) alles Wissen von der Schule praktisch umsetzen. In diesem Unternehmen wurde ich dadurch Admin, trotz der Tatsache, dass ich eine Praktikantin war. Das war ein gutes Gefühl. Jedoch wurde dieses Gefühl durch den Linux-Rechner überschattet, der damals als Router fungierte. Ich konnte es nicht ertragen, dass ich einerseits Adminrechte für ein Windows - Netzwerk hatte, jedoch parallel ein Linux dastand, welches ich nicht bedienen konnte.

Beginn einer langen Beziehung

Im September (2000) lies mir diese Situation nach wie vor keine Ruhe. Ich kam zur Entscheidung, ein zweiter Rechner muss zu Hause mit Linux laufen. Da ich mich nicht groß mit Linux auskannte, und Suse auch im Praktikumsbetrieb lief, fiel meine damalige Entscheidung auf die Linux-Distribution Suse. Zur damaligen Zeit kam gerade die Version Suse 7.0 in den Handel. Ich kaufte mir das Suse 7.0 und installierte es. Auf einmal war ich zu Hause root an meinem damaligen Linux, welcher mit Suse lief.

Der erste Linux - Frust kam rasch

Doch die Freude mit Linux zu Hause war noch keine richtige Freude, denn ich kam mir vor wie in einer fremden Welt. Da tauchten auf einmal folgende Begriffe auf: Yast, Yast2, Sax etc. Einiges konnte man mit der Mouse zusammenklicken, jedoch nicht alles. Immerhin kam ich aus einer verwöhnten Microsoft-Welt, in der man alles per Mouse anklicken konnte. Es kam noch schlimmer, als ich mir je vorstellte, denn ich erkannte, Macht über ihr Linux, haben nur diejenigen die der Linux-Konsole mächtig sind.

Eine Zwischenlösung musste her

Irgendwie schien alles nicht so zu laufen, wie ich mir das zuvor vorgestellt hatte. Ich landete in einer Sackgasse. Linux aufgeben wollte ich nicht. Also musste nun eine Zwischenlösung her. Mein Rechner auf dem damals „Suse“ lief, war ein AMD (K62 200). Als Linux-Router war der Rechner bestens geeignet, jedoch nicht als Client für alles, was anfällt. Mit der damaligen Hilfe eines guten Bekannten war ich gerettet. Router und Proxy nahmen nun ihren Dienst auf. Ich saß von da an mit meinem Windows-Rechner hinter einem Linux. Somit kehrte ein Stück mehr Sicherheit zu Hause ein. Hier und da unternahm ich meine Erstversuche auf der Linux-Konsole. Ich hatte zwar nun mein Linux als Router & Proxy am Laufen, jedoch war ich einfach nicht zufrieden mit „Suse“.

Das Bündnis wurde erneuert

Die Dynastie mit „Suse“ lief 18 Monate, danach fand sie ein Ende. Durch eine gute Chat-Bekannte hörte ich immer mehr von der mir damals fremden Linux-Distribution „Red Hat“. Aus Erzählungen Dritter wusste ich nur, dass „Red Hat“ schwieriger sein sollte als „Suse“, besonders für Anfänger. Da ich gerne auch mal was Neues ausprobiere, musste nun „Red Hat“ her. Im Januar 2002 zog (Download) ich mir die 2 Iso-CD für die „Red Hat Version 7.2 (Enigma)“ - dies sogar noch legal und kostenlos aus dem Netz. Nach der Installation von „Red Hat 7.2“ stellte ich schnell fest, dass „Red Hat“ für mein Empfinden logischer aufgebaut war als Suse. Nun kam endlich Freude auf und das Bündnis zwischen „Linux“ und „Ivonne“ wurde erneuert.

Weitere Dienste unter Linux gingen online

In kürzester Zeit hatte ich weitere Dienste am Laufen - einen eigenen Webserver, SSH-Server, FTP-Server, Samba-Server. Die Konsole gewann bei mir immer mehr an Bedeutung. Ich stellte mich immer mehr auf die Konsole ein. Der Editor „vim“, Erweiterung des bekannten Editors „vi“, löste bei mir den Editor mc ab.

Linux wurde primäres Betriebssystem

Von „Red Hat“ war ich nach 14 Tagen so überzeugt, dass ich auf meinem Haupt-Arbeitsrechner „Windows 2000“ entfernte, und ebenso „Red Hat 7.2“ installierte. Für manche mag dieser Schritt voreilig vorkommen, ich hatte jedoch nichts zu verlieren. Spiele (Games) mag ich nicht/benötige ich nicht. Die meisten Multimedia-Anwendungen funktionieren auch unter Linux.

Weitere RedHat-Versionen folgten

Um stets Up to Date zu bleiben, wechselte ich jeweils auf die nachfolgenden Versionen: "Red Hat 7.3 / 8.0 / 9.0", denn es war ja weiterhin kostenlos erhältlich im Internet.


Fedora - a New Child is Born ...

Im Herbst 2003 teilte „Red Hat“ seine Zweige, wie folgt, auf: Nur noch die „Enterprise-Version“ von „Red Hat“ hatte noch die Bezeichnung „Red Hat“. Der OpenSource-Zweig für die experimentierfreudigen Entwickler hieß von nun an nicht mehr „Red Hat“ sondern „Fedora“.

Durch die neuen Umstände stieg ich damals ebenfalls von „Red Hat 9.0“ auf „Fedora Core 1“ um. Es folgten die Versionen „Fedora Core 2“ bis „Fedora Core 6“. Danach fiel das „Core“ in den Bezeichnungen weg.

Es folgten die Versionen Fedora Release 7 - Fedora Release 8.

CentOS (Community ENTerprise Operating System)

Im April 2007 wurde „CentOS 5.0“, auf einen meiner Rechner als Server (mit nur Konsolen-Login) installiert. In absehbarer Zeit wird auf meinem Server zu Hause „CentOS“ zum Einsatz kommen und Fedora als Server zu Hause ablösen.

Am 12.07.2012 wurde die damals neue Version „CentOS 6.0“ installiert und kam als Linux-Server im privaten Netzwerk zu Hause zum Einsatz.

Netzwerk unter Linux

Was bei einem Rechner funktioniert, klappt auch bei mehreren Rechnern. Dem Protokoll TCP/IP ist das Betriebssystem egal, es betrifft nach wie vor dieselben OSI-Schichten. Lediglich die Konfiguration verläuft je nach Betriebssystem anders. Mit der Zeit wurden es 3 Rechner im privaten Netzwerk zu Hause - mein Server mit Diensten und als Router, der Rechner meiner Tochter als Druck-Server, sowie ein Rechner für Testzwecke. Es müssen ja nicht immer alle Rechner an, sowie online sein. Im Laufe der Zeit in der ich mittlerweile Linux verwende, hatte ich mich intensiv mit Themen, wie Routing, Netfilter, Proxy und Remotezugriffe beschäftigt. Das sind alles Themen, bei denen man stets die Erfahrung macht, dass man doch nicht alles weiß. Denn diese Gebiete sind recht komplex. Aber so lange die Industrie Haarfärbemittel herstellt, mit denen ich meine Haare stets nachfärben kann, stört mich dies weniger. Oh ja, da werden Haare rasch grau vom vielen Denken.

CentOS (Community ENTerprise Operating System)

Am 05.03.2016 begann die Umstellung beim privaten Linux-Server zu Hause von der „CentOS 6“ (Version 6.7) auf die Version „CentOS 7“ (Version 7.2) und läuft im Gegensatz „CentOS 6“, mit vielen Neuerungen. Dem Umstand geschuldet, dass „Red Hat“ (CentOS baut auf dem Red Hat Linux Enterprise Server auf) mittlerweile für Festplattenpartitionen, dass Format „xfs“ als Standard verwendet, wurden sämtliche Festplatten im Server ebenfalls (nacheinander) mit dem neuen Format frisch installiert. Danach wieder nacheinander die Daten zurückgespielt. Somit sind unmittelbar nach dem Wechsel alle Festplatten mal wieder frisch partitioniert.